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About Human Expenditure Program
Human Expenditure Program ist so ein Indie-Horrorspiel, das dich nicht mit billigen Jumpscares vollballert, sondern sich langsam im Kopf festsetzt. Du steuerst Harvey Harvington durch seinen Alltag, kümmerst dich um ihn und merkst ziemlich schnell: Der Typ vergisst nichts. Ich mag genau diese Art Horror, bei der man nach einer harmlosen Entscheidung plötzlich denkt, Mist, das war vielleicht doch nicht harmlos.
Key Features
- Harvey merkt sich dein Verhalten dauerhaft.
- Zwei Enden, abhängig von echter Fürsorge oder Kälte.
- Minispiele verstärken die Anspannung statt sie aufzulockern.
- Dichte Horror-Visual-Novel mit unangenehmen Entscheidungen.
- BLOODMONEY!-Bezug vorhanden, aber kein Vorwissen nötig.
So spielst du Human Expenditure Program
Du triffst Entscheidungen mit der Maus, reagierst in Minispielen mit der Tastatur und beobachtest, wie Harvey auf alles antwortet. Gewinnen heißt hier nicht Highscore, sondern mit den Folgen deiner Handlungen klarzukommen.
Am Anfang wirkt es fast wie ein schräger Betreuungs-Simulator: du fütterst Harvey, behandelst ihn und entscheidest, wie viel Fürsorge oder Distanz du zeigst. Aber das Spiel zieht dir den Boden weg, weil Harvey nicht wie eine Spielfigur funktioniert, sondern wie jemand, der sich an deinen Ton, deine Nachlässigkeit und deine Neugier erinnert.
Wichtig ist, nicht planlos alles anzuklicken, nur um zu sehen, was passiert. Viele Momente lassen sich nicht zurücknehmen, und genau deswegen fühlt sich selbst eine kleine Gemeinheit schwerer an als in den meisten Visual Novels. Wenn du beide Enden sehen willst, lohnt sich ein zweiter Durchlauf mit komplett anderem Verhalten.
Die Tastatur-Minispiele sind simpel genug, dass du sie sofort verstehst, aber genau deshalb sitzen sie. Du bist nie lange raus aus der Story, wirst aber ständig daran erinnert, dass hier nicht nur gelesen wird, sondern dass du aktiv Verantwortung übernimmst. Dieses kleine Extra macht das Ganze viel nervöser als ein normales Story-Spiel.
Was das Spiel besonders macht
Das Beste an Human Expenditure Program ist, dass es dich nicht bloß zwischen gut und böse wählen lässt. Es beobachtet, wie konsequent du bist, und Harvey spiegelt dir dieses Verhalten zurück, als würde er wirklich mit dir leben müssen.
Ich fand auch stark, wie SHROOMYCHRIST nach BLOODMONEY! nicht einfach noch mehr Schockbilder drauflegt, sondern den Fokus enger macht. Statt großer Symbolik über Reichtum sitzt du hier plötzlich mitten in einer unangenehm persönlichen Beziehung, in der Füttern und Pflegen fast schlimmer werden als offene Gewalt. Das ist spezieller und ehrlicher als viele andere Indie-Horrorspiele.
Außerdem mag ich, dass das Spiel nicht so tut, als wäre jede Entscheidung gleich spektakulär. Oft sind es gerade die banalen Dinge, die hängen bleiben: ob du aufmerksam bist, ob du Harvey als Person behandelst oder nur als System, das du irgendwie zum Ende schieben willst. Genau dadurch wirken die zwei Enden am Ende stärker, als man zuerst erwartet.
Und noch was: Wenn du wegen irgendeines Musikspiel- oder Rhythmusspiel-Tags hier gelandet bist, stell dich lieber auf etwas anderes ein. Das hier ist klar ein storylastiges Horrorspiel mit Minispielen, kein lockeres Browsergame und auch kein Beat-Spiel für zwischendurch. Diese kleine Erwartungsfalle macht den ersten Eindruck fast noch seltsamer.
FAQ
Muss ich BLOODMONEY! vorher gespielt haben?
Nicht zwingend. Wenn du BLOODMONEY! kennst, merkst du ein paar thematische Verbindungen schneller, aber Human Expenditure Program funktioniert auch allein, weil der Fokus viel direkter auf Harvey und deinen Entscheidungen liegt. Du verpasst also nicht das halbe Spiel, wenn du neu einsteigst.
Kann ich es kostenlos spielen oder als Spiel ohne Anmeldung im Browser?
Aktuell nein, das ist kein klassisches Browsergame und auch kein typisches online Spiel zum sofort Losklicken. Laut Infos ist Human Expenditure Program für PC erschienen, also eher etwas für Leute, die bewusst ein Indie-Horrorspiel starten wollen statt mal eben kostenlos spielen zu wollen.
Gibt es mehrere Enden?
Ja, es gibt zwei Enden. Das klingt erstmal überschaubar, aber der Reiz liegt darin, wie das Spiel dich Schritt für Schritt dorthin schiebt und wie anders sich dieselben Szenen beim zweiten Run anfühlen. Wenn dich moralische Entscheidungen in Games packen, ist das ein ziemlich guter Grund für einen Replay.
Wenn du auf düstere Visual Novels, psychologischen Horror und Spiele mit unangenehmen Entscheidungen stehst, solltest du das hier echt auf dem Schirm haben. Für einen entspannten Feierabend ist es eher nicht gemacht, aber für genau diesen nervösen Noch-eine-Szene-Abend kann ich Human Expenditure Program klar empfehlen. Probier es aus, wenn du Horror magst, der dir nicht aus dem Kopf geht.
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